Der Honig

Vielseitiger Einsatz und gesunder Genuss

Es gibt Haushalte, in deren Schränken man gar keinen Zucker mehr findet: Man benutzt stattdessen ausschließlich Honig, und man weiß, warum! Honig kann viel: Er schmeckt nicht nur gut, sondern hilft beim Heilen von Husten bis Halsweh. Zu verdanken haben wir das den emsigen Immen, auch Bienen genannt, und den Imkern, die sie bei sich beheimaten und ihre Arbeit kultivieren. Sie liefern uns das kostbare Gold für unseren leckeren Honigwein, Tag für Tag.

Erst sind es ja diese kleinen Hautflügler, die bevorzugt blühende Blüten anfliegen und sich bei deren süßem Saft, dem Nektar, bedienen. Diesen Nektar wandeln die Bienen sodann, während sie ihn verdauen, im Magen durch Enzyme und mit Enzymen um, bis sie das Produkt in sechseckigen Waben aus Wachs ablegen. Der Imker bearbeitet sodann diese Waben und ihren Inhalt, schleudert ihn für Schleuderhonig oder stellt die reinste und teuerste Variante her: Das ist der Scheiben- oder Wabenhonig, der in neu gebauten Waben, die unbebrütet sind, verkauft wird.

Honig hat eine wasserentziehende Wirkung, was die Medizin natürlich nutzt. Ob als Abführmittel oder in der Osmotherapie, bei der – unter anderem – der Flüssigkeitshaushalt im Körper reguliert werden soll. Auch zur Kräftigung der Leber verordnen Ärzte häufig Honig – und wer kennt die berühmte gute alte heiße Milch mit Honig nicht? Sie soll den kratzenden Hals beruhigen, andererseits schwören schlaflose Zeitgenossen immer wieder auf ihre schlaffördernde Wirkung. Es ist allerdings ratsam, sich dann noch einmal die Zähne zu putzen.
Schließlich bedeutet Honig puren Genuss: Als Bestandteil raffinierter Süßspeisen, übrigens auch gern im Tee, hat er viele andere Möglichkeiten des Süßens, nämlich alle Arten von Zucker, verdrängt.